Ein kompakter Rollenprüfstand aus Aluprofilen, einer 50-mm-Stahlwelle und einem Schwungrad. Fahrzeug festzurren, Gas geben, Leistungskurve mitnehmen. Er funktioniert.
Im Freundeskreis entstehen laufend elektrische Kleingefährte: Bobbycars mit Hoverboard-Motoren, umgebaute Roller, Dinge ohne Namen. Jeder behauptet Leistung — belegen konnte sie bisher niemand.
Ein Magnetencoder liest die Welle 500-mal pro Sekunde, der ESP32 streamt roh per binärem WebSocket in den Browser — die ganze Physik rechnet der Client.
| Mechanik | Stahlwelle Ø50 auf UCP210-Stehlagern, Schwungrad Ø310×10 mm — J = 0.076 kg·m² |
| Sensorik | AM4096-Magnetencoder, 12 bit, 500 Hz deterministisch (FreeRTOS, eigener Core) |
| Übertragung | Binäres WebSocket-Protokoll, 6 Byte pro Sample, 10-Hz-Bursts |
| Kalibrierung | Ein Ausrolltest fittet Encoder-Fehlermap (16 Harmonische) + Reibmodell τ = c₀ + c₁·√ω in einem gemeinsamen Least-Squares |
| Live-Leistung | Kalman-Beobachter (EKF, Zustand [θ, ω, τ]) — Rauschen ~2–3 W RMS bei ~150 ms Ansprechzeit |
| Validierung | Gegen VESC-Logs quergecheckt; Python-Referenz und JS-Port rechnen bit-identisch |
Jeder Lauf endet in einer teilbaren Karte — Peak Power, Top Speed, Bremsleistung, Kurve. Fürs Regal gibt es den Poster-Export: A4 quer, 300 dpi, mit Kalibrier-Fußzeile.
Dazu: CSV-Rohdaten und JSON-Export für alle, die nachrechnen wollen. Die Zahlen auf der Karte kommen aus der gebinnten Kurve, nicht aus dem lautesten Ausreißer-Sample.
Ein kleiner Server archiviert jeden Lauf mit UUID, Kalibrierung und Software-Stand — byte-stabil, Anmerkungen kommen als eigene Ebene obendrauf. VESC-Logs werden zeitsynchronisiert und liefern den Wirkungsgrad η(v) gleich mit.
Bring dein Gefährt vorbei. Wenn es ein Rad hat und elektrisch fährt, passt es wahrscheinlich auf die Welle.
BobbyDyno · rig esp32-4cbff2958b0c · Stand 2026-07